Der Jugendgottesdienst – und wie es dazu kam

Es ist der 12.06.2016 10.00 Uhr: die Nervosität erreicht ihren Höhepunkt. Alle Jugendlichen haben „Ihren“ Part des Gottesdienstes mit Leidenschaft vorbereitet, aber jetzt vor der ganzen Gemeinde ist die Anspannung und Nervosität sehr groß. Noch einmal treffen sich alle im kleinen Gebetsraum neben dem Gemeindesaal, um zusammen zu beten und die letzten Absprachen zu treffen.

Jetzt ist 10.20 Uhr: alle Jugendlichen nehmen ihre Position ein und der Gottesdienstraum ist schon gut gefüllt 10.25 Uhr: der fünfminütige Countdown wird per Beamer angezeigt und als dann 10:29 Uhr und 50 Sekunden ist, pochen mit den letzten Sekunden die Herzen in die Höhe: 10, 9, 8 ... 3, 2, 1 los geht’s!

Alle Jugendlichen präsentieren das Vorbereitete und gestalten so den kompletten Gottesdienst. Der Gottesdienst steht unter dem Thema „Blickwinkel“, und die zentrale Botschaft, die weitergegeben wird, ist, dass wir uns auf das Wichtige im Leben konzentrieren sollen, nämlich auf „Jesus“ und dass er jeden Tag bei mir/dir ist und auch wenn uns nicht immer bewusst ist das Jesus uns begleitet, bewahrt, beschützt und bei uns ist,....... ist er dennoch immer da und sieht uns stets aus seinem Blickwinkel.

Vielleicht fragt sich der eine oder andere, wie so ein Jugendgottesdienst entsteht oder worauf Wert gelegt wird und wer mitmachen darf. Dazu hier einige antworten:

Vorweggenommen, mitmachen darf jeder aus der Jugend bzw. ist es sogar erwünscht. Und das ist auch schon gleichzeitig einer der Punkte auf die wir Wert legen. Jeder soll mitmachen und an einem Teil beteiligt sein. Jeder Jugendliche soll sich in diesem Gottesdienst wiederfinden, nicht nur mit seinem Beitrag, sondern auch mit dem gesamten Inhalt. Zu guter Letzt möchten wir dass das was die Jugendlichen beschäftigt und bewegt, in dem Gottesdienst zum Ausdruck kommt und dies an alle Gottesdienstbesucher weitergegeben und geteilt wird.

Die Vorbereitungen hatten bereits Anfang April begonnen. Die Themenfindung ist immer der Startpunkt. Themen werden vorgeschlagen, ein Austausch findet statt und am Ende wird klassisch abgestimmt. Da die vorgeschlagenen Themen diesmal zum Teil gleichermaßen ausgewählt wurden und zum Teil gut zusammen passten, wurden so kurzer Hand drei Themen ausgewählt. Dies hat uns vor eine Herausforderung gestellt, die wir angenommen haben. Jetzt wurde es spannend, jeder durfte seine Ideen und Vorschläge einbringen. Alles wurde zusammengetragen und anschließend wurde zusammen diskutiert, welche Vorschläge weiter ausgearbeitet werden sollten.

Danach kam die Aufteilung in die einzelnen Bereiche: Predigt, Musik, Gottesdienstleitung, Theaterstück, Video usw. und damit verbunden auch die Aufteilung jedes Einzelnen in diese Bereiche. Nun konnten alle anfangen zu planen und vorzubereiten. Die Musiker standen zum ersten mal in dieser Konstellation zusammen und übten was das Zeug hielt, Woche für Woche.

Bei den zwei Predigern Yannick und Lukas entstanden die ersten Entwürfe für die Predigt. Aber auch bei den Theaterverantwortlichen gab es erste Ideen und Skripte zu dem Theaterstück. Die Videos wurden ebenfalls in Angriff genommen.

Stopp! ... Es müssen neue Jugend T-Shirts her. Viele haben noch „alte“ T-Shirts aber kein Jugend T-Shirt und so entsteht kurzer Hand ein neues Jugend T-Shirt, welches von Larissa und Tabea entworfen, in der Jugend vorgeschlagen und schließlich umgesetzt wird.

Für alle die sich an dieser Stelle fragen, warum das soooo wichtig ist, sei gesagt, für die Jugend ist ein einheitliches Erscheinungsbild sehr wichtig, es zeigt schließlich, dass alle zusammen gehören.

Ein kleines Problem gab es noch: die Benennung des Titels der drei zusammengesetzten Themen, gestaltete sich als echte Herausforderung. Auch nach weiterem Austausch in der Jugendstunde schien es als würden wir nichts Geeignetes finden. Doch drei Wochen vor dem Gottesdienst der Durchbruch: „Blickwinkel“ sollte es werden. Innerhalb von zwei Tagen wurden die Einladungszettel entworfen und bestellt.

Zwei Wochen vor dem Gottesdienst liefen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Auf einmal wurden die Stärken jedes einzelnen so richtig sichtbar und jeder bereitete seine Aufgaben hervorragend vor. Die Feinabstimmungen der einzelnen Bereiche fanden statt und dann schließlich kam Samstag, der 11.06.

Die Jugend traf sich in der Gemeinde, um alle letzten Vorbereitungen zu treffen. Die Nacht verbrachten wir zusammen in der Gemeinde. Wir hatten den ganzen Samstag Zeit, um die letzten Vorbereitungen anzugehen. Nach allen Abstimmungen fand dann um ca. 20.00 Uhr die Generalprobe statt. Dabei wurde der gesamte Gottesdienst einmal im Original ohne Pause durchgespielt.

Nach der Probe haben wir die Gemeinschaft genossen und es wurde noch das eine oder andere Spiel zusammengespielt. Am nächsten Morgen hieß es früh aufstehen um frühzeitig für den Gottesdienst fertig zu sein.

Und dann,........
dann steigt die
Nervosität.............