Chor Workshop

Am vergangenen Wochenende fand in der Baptisten-Kirche Dormagen ein Chorworkshop
mit 75 Sängerinnen und Sängern unter dem Titel "unerwartet anders" statt. Die Teilnehmer
erlernten das gleichnamige Werk von Komponist und Chorleiter Wolfgang Zerbin
(Rommerskirchen), das auf Weihnachten einstimmt und ein zusammenhängendes Werk mit
deutsche Texten ist, die sich musikalisch zwischen  Pop und Gospel bewegen.

Krönender Abschluss des Workshops war ein Konzert am 3. Advent innerhalb eines
Gottesdienstes mit 230 Zuhörern. Mit Stücken wie "Nun müssen wir auch gehn", "Gloria"
oder "Was für ein Tag" wurde das Publikum rhytmisch und dynamisch mitgenommen.  "Ein
großes Licht", "Bethlehem, du kleine Stadt" oder das gregorianisch angehauchte
"Unermüdlich unterwegs" brachten vor Weihnachten angenehm leise Töne nahe.

Mit stehenden Ovationen wurden die Leistung des Chores und ihres Leiters gefeiert, bevor
das Workshop-Wochenende mit Punsch und Glühwein ausklang.

Christian Oeynhausen

 

Wer sich am Dritten Advent für einen Chorworkshop anmeldet, muss schon ein bisschen bekoppt sein!
Müssen wir nicht noch Geschenke kaufen?
Müssen wir nicht noch den Weihnachtsbaum aussuchen?
Müssen wir nicht noch...
Ja klar, eigentlich schon.

Trotzdem kamen am Freitag um 19.00 Uhr rund 80 Personen, Jung und Alt , Mitglieder der Gemeinde und Gäste zum Chorworkshop „unerwartet anders“ unter der Leitung von Wolfgang Zerbin.

Das Konzept des Chorwerkes: Die Verbindung von adventlichen Bibeltexten mit neuen Sprechertexten, die zu den insgesamt 11 Chorstücken hinführen. 

Am ersten Tag waren wir alle noch weit davon entfernt, irgendwo irgendwelche Verbindungen zu sehen. Am Ende des Abends fühlten wir uns genau so, wie Wolfgang Zerbin es prophezeit hatte: Das schaffen wir nie bis zur Aufführung am Sonntag! 

Samstag um 10.00 Uhr trafen wir uns trotzdem alle wieder, den ganzen Tag sangen wir nur unterbrochen von einem köstlichen Mittagessen und kurzen Kaffeepausen. Auch hier bewies sich die hervorragende Organisation des Wochenendes durch Christian Oeynhausen.

Je weiter der Tag voranschritt, desto mehr Groove und Dynamik bekam unser Gesang, angeleitet von dem mimisch und gestisch alles gebenden Wolfgang Zerbin. Wie die Solisten nach diesem langen Tag in der Lage waren, noch weitere drei Stunden zu Proben, bleibt ein Rätsel. Die Stücke wie `Gloria´, `Was für ein Tag´ und `Ein großes Licht´ liefen sicher bei den meisten auch noch über Nacht in Endlosschleife weiter. Sonntags bekamen wir noch einen vierstündigen Feinschliff, am Nachmittag erlebten wir in der Generalprobe erstmals den Zusammenhang des gesamten Chorwerkes. Nach der Generalprobe konnten sich alle noch ein wenig im Jugendraum entspannen oder miteinander in Kontakt kommen. Wenn man ein ganzes Wochenende gemeinsam gesungen hat, verbindet das und macht neugierig auf den anderen – gelebte Ökumene.

Der Höhepunkt war natürlich unser Auftritt in einem `außerplanmäßigen´ Gottesdienst, zu dem 230 Zuschauer kamen. 

Mussten wir nicht noch Geschenke kaufen?
Mussten wir nicht noch einen Weihnachtsbaum aussuchen?
Nein: Wir mussten singen!!!

Aletta Mortsiefer