Gottes Schöpfung ist sehr gut!

Weltgebetstag aus Surinam am 2. März 2018

Weltgebetstag der Frauen 2018


Dieses Jahr fand der ökumenische Gottesdienst zum Weltgebetstag der Frauen in Dormagen
in unserer Gemeinde statt. Gemeinsam mit Frauen aus der evangelischen und katholischen
Kirche gestalteten wir den Gottesdienst. Am 2. März um 17:00 Uhr war es dann so weit: etwa
50-60 Frauen folgten unserer Einladung und feierten mit uns den Weltgebetstag der Frauen,
die größte ökumenische (Gebets-)Bewegung weltweit.

Jedes Jahr entwerfen Frauen aus einem Land die Liturgie zu diesem Gottesdienst. Dieses
Jahr war das Motto: „Gottes Schöpfung ist sehr gut!“. Die Liturgie kam aus Surinam, einem
kleinen Land in Lateinamerika. Die insgesamt 800.000 Einwohner setzen sich aus
mindestens 6 oder 7 Nationen zusammen: aufgrund der Kolonialgeschichte leben hier
Nachfahren der Ureinwohner, Niederländer, Menschen afrikanischer, indischer, und
chinesischer Abstammung und Kreolen. In der Hauptstadt steht die Synagoge neben der
Moschee. Es gibt auch einen hinduistische Tempel. Obwohl das Land sehr klein ist, leben
Menschen unterschiedlicher Herkunft und Religion friedlich zusammen.
Die Frauen aus Surinam berichten von ihren Lebensumständen: Oft weite Wege zur Schule
und damit schlechtere Schulbildung für die ländliche Bevölkerung; Benachteiligung von
Frauen in manchen Bevölkerungsschichten; Alleinerziehende; Gewalt und Missbrauch in den
Familien.
Sie sind zum einen sehr dankbar für die wunderbare Welt, in der sie leben: Regenwälder,
Bodenschätze, Flüsse, die als Verkehrsadern dienen. Andererseits beklagen sie die
Auswirkungen des Bauxit-Abbaus, der Rodung des Regenwaldes und der Goldminen:
Wasserverschmutzung, Bodenerosion, Luftverschmutzung. Auch der oft leichtfertige Umgang
mit unseren Ressourcen war Thema des Gottesdienstes.
Und so wurde uns wieder bewusst, wie atemberaubend schön Gott diese Erde geschaffen
hat – und wie wir mit dem uns Anvertrauten umgehen – im Guten wie im Schlechten. Es war
Zeit zu bedenken, wie wir konkret in unserem Alltag die Umwelt schützen und achten können.
Zum Weltgebetstag gehört immer auch ein geselliger Teil dazu, mit einem leckeren,
landestypischen, also surinamesischen Imbiss. Viele fleißige HelferInnen hatten das Buffett
reich gedeckt: mit scharfen Hackfleischbällchen, Salaten (z.b. mit Roter Beete), Suppen und
Kokoskuchen.
Bei den Vorbereitungen für die Dekoration hat Ursula Bürrig das Titelbild des WGT mit
Acrylfarbe auf eine Leinwand übertragen. Dieses wunderbare Bild konnten wir für 130 Euro
an Petra Müller versteigern. Dies kam noch zu der Kollekte zugunsten des Weltgebetstags-
Kommittees hinzu (insgesamt waren es knapp 500€). Von diesem Geld werden verschiedene
Projekte zur Stärkung und Unterstützung von (benachteiligten) Frauen weltweit
(mit)finanziert. In Surinam z.B.
plant die Herrnhuter Frauenarbeit Trainings zur Aufklärung und verantwortlichem Umgang mit
Sexualität unter Jugendlichen. Ein Ziel ist die Reduzierung der Teenie-Schwangerschaften.
Gleichzeitig sollen junge Mütter in Krisen auch Unterstützung erhalten. Wer mehr über die
Projekte des WGT erfahren möchte, kann Iris ansprechen, sie hat noch Unterlagen.
Insgesamt war es ein schöner Gottesdienst und eine lebhafte Gemeinschaft hinterher.
An dieser Stelle noch einmal „Herzlichen Dank“ an all die Helferinnen bei Deko,
Gottesdienstvorbereitung und -gestaltung, Beamer, Musik/Technik, Essen zubereiten,
Aufbau, Abbau, Abspülen, ... … - weil die Aufgaben auf viele Schultern verteilt waren, war die
Last für den Einzelnen nicht so hoch.

Nächstes Jahr findet der Weltgebetstag in der evangelischen Christuskirche in der Innenstadt
statt. Der Gottesdienst kommt dann aus Slowenien, das Thema lautet: „Come – everything is
ready“.

Iris Appel

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