Was uns antreibt: Vision

Was ist eine Vision?

Eine Vision ist die motivierende, positiv-formulierte Vorstellung des Zustandes, den man erreichen will. Mit einer Vision geben wir die Richtung an, in die sich unsere Gemeinde entwickeln soll. Die Vision drückt aus, wo und wofür unsere Gemeinde in der Zukunft stehen will. Eine Vision ist wage-mutig aber erreichbar (keine Utopie). Dabei beschreibt sie keine Ziele („wer, was, bis wann…“). Ziele werden aus der Vision herausgebildet. 

Die vorliegende Vision hat eine Präambel (Vorwort) und besteht aus vier Bereichen: 

Nachfolge, Beziehung/Gemeinschaft, Veränderung, Gesellschaftlicher Auftrag.

Präambel

Als Baptisten-Kirche Dormagen verstehen wir uns als Leib Christi, eingebunden in die weltweite Gemeinschaft der Christen. Jesu Wesen, seine Art zu fühlen, zu denken und zu handeln, wie wir es nach dem biblischen Zeugnis verstehen, sind darum für uns Dreh- und Angelpunkt. 

Wir sind Menschen, die Jesus in dieser Weise freiwillig nachfolgen. Zu dieser Nachfolge gehört: Menschen Wege in die Beziehung mit Jesus Christus aufzuzeigen, den Glauben im Alltag lebendig werden lassen und das Leben miteinander teilen. So wie es unser Leitbild ausdrückt: „Jesus glauben – Glauben leben – Leben teilen“. Durch diese Berufung sind wir gesandt in diese Welt, in der Gott handelt. In dieses Handeln bezieht Gott uns als Gemeinde ein. Wir suchen dabei die Führung des Heiligen Geistes, um den Willen Gottes zu erfahren. 

Im miteinander Beten, Nachdenken und Reden haben wir als Gemeinde die hier formulierte Vision erarbeitet. Diese Vision soll ein Ausdruck dessen sein, was wir als Möglichkeiten und Auftrag Got-tes für uns als Gemeinde sehen.

Wie wir Nachfolge leben wollen.

Wir verstehen uns als Gemeinschaft von Christen, die Jesus nachfolgt und darin auf gegenseitige Hilfe angewiesen ist. Auf diesem Weg wollen wir einander helfen, unseren Glauben an Jesus konk-ret im Alltag zu leben. In unserer Gemeinde sollen Men-schen durch die Begegnung mit Gott und einander zu rei-feren und heileren Persönlichkeiten werden. 

Dazu ist es nötig, uns immer wieder von Jesu Wesen be-wegen zu lassen. Wir wollen einander herausfordern, ein verändertes Leben im Sinne Jesu Christi zu führen. Wir wollen einander im Glauben begleiten, damit wir gemein-sam als Teil des weltweiten „Leibes Christi“ etwas von Jesu Wesen in dieser Welt widerspiegeln. 

Christen in unserer Gemeinde leben eigenverantwortlich vor Gott und sollen Verantwortung in der Gemeinde und der Gesellschaft übernehmen.

„Da ging Jesus auf seine Jünger zu und sprach: "Ich habe von Gott alle Macht im Himmel und auf der Erde erhalten. Geht hinaus in die ganze Welt, und ruft alle Menschen dazu auf, mir nachzufolgen! Tauft sie im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes! 

Lehrt sie, so zu leben, wie ich es euch aufgetragen habe. Ihr dürft sicher sein: Ich bin immer bei euch, bis das Ende dieser Welt gekommen ist!" 

Matthäus 28, 18-20 

Wie wir Gemeinschaft leben wollen.

Jesus ruft uns als Christen in Beziehung. Er fordert uns auf, Gott, uns selbst und einander zu lieben. Als sein Leib miteinander verbunden, wollen wir eine Gemeinschaft pflegen, in der sich jeder ange-nommen fühlt und ermutigt wird, dem anderen offen und unverstellt zu begegnen. Wir wollen einander wertschät-zen, unabhängig von Herkunft, Bildung, sexueller, religi-öser Orientierung und sozialem Stand – gemäß der Eben-bildlichkeit Gottes. 

Wir wollen einander in Liebe begegnen und uns auch in unseren Schwächen und Fehlern annehmen.

„Nehmt einander an, so wie Christus euch angenommen hat. Auf diese Weise wird Gott geehrt.“ 

Römer 15,7 

Wie wir mit Veränderungen umgehen wollen.

Als Christen leben wir bewusst in dieser Zeit und nehmen deren Möglichkeiten, Chancen und Her-ausforderungen wahr. In einer sich permanent wandelnden Gesellschaft suchen wir nach entspre-chenden aktuellen Antworten. Wir erwarten, dass uns der Heilige Geist durch Jesus Christus zeigt, wie wir – 

Gemeinde und einzelne – seinem Willen entsprechend le-ben können. 

Richtungsweisend ist für uns darin Jesus Christus, das eine und letztgültige Wort Gottes.

„Prüft alles und behaltet das Gute!“ 

1Thess.5,21 

Wie wir uns in die Gesellschaft einbringen wollen.

In unserer Gemeinde wollen wir Menschen ermutigen und befähigen, sich gemäß ihrer Begabung und ihrer christlichen Beauftragung in ihrem persönlichen, beruflichen und gesellschaftlichen Um-feld zu engagieren. Wir wollen uns den aktuellen Herausforderungen und Nöten der Menschen, die in unserer Stadt leben, stellen. 

Wir fragen danach, wie Jesu Liebe für andere konkret er-fahrbar werden kann. Dazu wollen wir uns gegebenenfalls in bestehende und zu schaffende soziale Netze der Stadt einbringen. 

Einen wesentlichen Aspekt der Berufung christlicher Kir-che sehen wir darin, missionarisch, diakonisch und die Schöpfung achtend in diese Welt hineinzuwirken.

„Ihr seid das Licht, das die Welt er-hellt. Eine Stadt, die hoch auf dem Berg liegt, kann nicht verborgen blei-ben. … Genauso soll euer Licht vor al-len Menschen leuchten. Sie werden eure guten Taten sehen und euren Vater im Himmel dafür loben." 

Mt.5,14.16 

Foto: M.E. / pixelio