Was glauben Baptisten?

Baptisten sind evangelische Christen und somit „Kinder der Reformation“. Alleinige Richtschnur für unseren Glauben ist die Bibel. Jeder Christ kann durch Gottes Hilfe die Bibel verstehen und Gottes Willen für das persönliche Leben erfahren. Die "Rechenschaft vom Glauben" fasst die wesentlichen Glaubensüberzeugungen zusammen.

 

Rechenschaft vom Glauben
Dieses Glaubensbekenntnis ist Ausdruck und Zeugnis der Übereinstimmung der Gemeinden im Glauben. Es kann also nicht selbst Gegenstand des Glaubens oder bindendes Glaubensgesetz sein. Als zusammenfassende Auslegung der Heiligen Schrift wird es durch diese begründet und begrenzt. Es setzt das Apostolische Glaubensbekenntnis als gemeinsames Bekenntnis der Christenheit voraus und bleibt offen für die künftige Bekundung der Wahrheit.
Grund und Inhalt des Bekennens ist das zentrale Geschehen der Herrschaft Gottes. Dem entspricht der vorwiegend berichtende Stil. Als Rechenschaft vom Glauben soll dieses Bekenntnis der gemeindlichen Unterweisung, der theologischen Besinnung und der Verantwortung des Glaubens nach außen dienen. Als lebendige Antwort der Gemeinde auf Gottes wirksames Wort wird das Bekenntnis des Glaubens zum Lob der großen Taten Gottes.


Das Apostolische Glaubensbekenntnis

Ich glaube an Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde,
und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben. Amen.


Das apostolische Glaubensbekenntnis nimmt Glaubensaussagen des Neuen Testaments auf, die im 2. Jahrhundert in mehrgliedrigen Formeln zusammengefaßt und im 3. Jahrhundert erweitert wurden (z. B. im "Romanum"). Nach weiteren Zufügungen und Abänderungen haben sie im 5. Jahrhundert ihre jetzige Form gefunden. Die vorliegende Übersetzung wurde am 15./16. Dezember 1970 von der "Arbeitsgemeinschaft für liturgische Texte der Kirchen des deutschen Sprachgebietes" verabschiedet.